Liebe Freunde, leeve Lüüd,
zu meiner großen Freude bringt Heiko Frese im Plaggenhauer-Verlag das letzte Buch meines 2017 gestorbenen Vaters Hayo Schütte heraus. Am kommenden Samstag liest sein langjähriger Freund, der Autor Carl-Heinz Dirks auf der Plattdeutschen Buchmesse in Hamburg daraus vor. Beim Plattschapp und im Buchhandel ist das Buch erhältlich.. Ich werde am Samstag dabeisein - und ausnahmsweise nicht singen, sondern erfreut Calle Dirks lauschen und mich an diesem wunderbaren Geschenk freuen. Und natürlich kann man auf der Buchmesse rundherum jede Menge stöbern und neue plattdeutsche Schätze entdecken. Vielleicht habt Ihr Lust, dabeizusein! Über 'De Ünnergang vun de Rawalpindi' schreibt Heiko Frese: Liebe und Macht, Schicksal und Gewalt sind die großen Themen dieser kleinen Hayo-Schütte-Anthologie, deren Texte er in den letzten Monaten seines Lebens verfasst und zusammengestellt hat. Das Verhältnis des jungen Hayo zum Wertegefüge des NS scheint in der Titelgeschichte auf - eine für die Zeit ungewöhnliche Heldengeschichte. In ganz anderer Hinsicht ungewöhnlich ist die düstere, von Brechungen durchzogene Liebesgeschichte "Totensonntag". Hier treffen sich Liebe und Tod in irrwitziger Dynamik. Dass Schütte ungeachtet seiner Künste auf dem Terrain des Ernsthaften auch ein Meister des fröhlichen Fabulierens und der bissigen Satire bleibt, stellt er in der possenhaften Erzählung "Requiescas in pace – Slååp in Freden" ein letztes Mal unter Beweis. In diesem kleinen Vermächtnis entfalten sich Leben und Gedankenwelt von Hayo Schütte in nie gekannter Breite.
Samstag, 2. November 2019, 17:00
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Carl-Heinz Dirks liest aus Hayo Schüttes 'De Ünnergang vun de Rawalpindi - un anner Geschichten'
auf der 22. PLATTDEUTSCHEN BUCHMESSE im Lichtwarksaal der Carl Töpfer Stiftung, Neanderstraße 22, 20459 Hamburg
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Dienstag, 29. Oktober 2019
De Ünnergang vun de Rawalpindi - Hayo Schüttes letztes Buch
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Montag, 15. Mai 2017
Swing op de Deel - Konzert zum Gedenken an Hayo Schütte
Donnerstag, 27.5.2017 (Himmelfahrt), 17:00
Arboretum Melzingen, Wittenwater Weg 23, 29593 Schwienau
Anstatt der geplanten Lesung mit Konzert zusammen mit unserem Texter, dem plattdeutschen Autor Hayo Schütte (Rika Tjakeas Vater), findet heute ein Konzert in Gedenken an ihn statt, das trotz allem fröhlich sein wird. Sein plötzlicher Tod Anfang Februar hat uns erschüttert und traurig gemacht, aber wir sind ihm dankbar für viele wunderschöne plattdeutsche Texte, die er uns geschrieben hat und für viele heitere Erinnerungen, von denen heute sicher einige erzählt werden.
Arboretum Melzingen, Wittenwater Weg 23, 29593 Schwienau
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| Foto: Thomas Laukat |
Anstatt der geplanten Lesung mit Konzert zusammen mit unserem Texter, dem plattdeutschen Autor Hayo Schütte (Rika Tjakeas Vater), findet heute ein Konzert in Gedenken an ihn statt, das trotz allem fröhlich sein wird. Sein plötzlicher Tod Anfang Februar hat uns erschüttert und traurig gemacht, aber wir sind ihm dankbar für viele wunderschöne plattdeutsche Texte, die er uns geschrieben hat und für viele heitere Erinnerungen, von denen heute sicher einige erzählt werden.
http://archiv.plattnet.de/data/2017-02-07--21-48-00/
€ 8,- Karten online kaufen
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| Foto: Bernd Hellwage |
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Dienstag, 29. November 2016
Variatschoon to Rainer Maria sien Harfstdag
De nu sülk Huus hett, sitt up seker Siet.
To Huus alleen, do warrt dat Hart em wiet,
warrt Rilke lesen, warrt sien Seel toluustern
un, Eremit, de Daag ehr Plagen quiet,
dat All begriepen un de Steerns ehr Tuustern
Mien Hartens Gröten för Fründinnen, Frünnen, ok annere Minschen,
inklusiev Respektspersonen –
inklusiev Respektspersonen –
uprichtig Ehr un Joon
Hayo
Donnerstag, 27. August 2015
Plattdüütsche Leeder to'n Geburtsdag
Hallo, moin un Dag ok, leve Lüüd!
Lang up töövt un upletzt is’t dor: den 28.08.2015 warr ik 85. Man dütmål will ik keen Präsenten, keen Gåven.
Ganz anners rüm, ik slå düt vör: Uns un mien Musik dörf vun nu an free bruukt un anwennt warrn, miene plattdüütschen Leder, Kinnerleder, plattdüütschen Texten to traditschonelle Stücken, Gospels, Karkenleder un mehr. Mi schull dat freuen, wenn dor in Kinnergoorns, Grundschoolklassen, Chöör orrer jüst in Huusmusik vun sungen wurr. Un mit Jo de Freud an‘t Plattdüütsche delen.
Noch is wenig fardig; dat geiht je jüst los. Technische Hölp un musikålschen Bistand heff ik siet alltieden vun miene Dochter, de Musikersche Rika Tjakea.
Hefft Ji Ideen dorto? Slåt vör! Un ok, geevt an, wo un wat Ji de Leeder bruken doot, bidde geern mit Biller.
Weet Ji, de letzten teihn, föfteihn Johr heff ik dörch dat Internet so veel Schööns an Musik, Texten un överhaupt allens to weten kregen, so veel an free Egendom - ,Public Domain‘ - övernehmen kunnt, dat ik nu ok en lütt beten bistüern will. Kiekt mål af un to rin!
Lang up töövt un upletzt is’t dor: den 28.08.2015 warr ik 85. Man dütmål will ik keen Präsenten, keen Gåven.
Ganz anners rüm, ik slå düt vör: Uns un mien Musik dörf vun nu an free bruukt un anwennt warrn, miene plattdüütschen Leder, Kinnerleder, plattdüütschen Texten to traditschonelle Stücken, Gospels, Karkenleder un mehr. Mi schull dat freuen, wenn dor in Kinnergoorns, Grundschoolklassen, Chöör orrer jüst in Huusmusik vun sungen wurr. Un mit Jo de Freud an‘t Plattdüütsche delen.
Noch is wenig fardig; dat geiht je jüst los. Technische Hölp un musikålschen Bistand heff ik siet alltieden vun miene Dochter, de Musikersche Rika Tjakea.
Hefft Ji Ideen dorto? Slåt vör! Un ok, geevt an, wo un wat Ji de Leeder bruken doot, bidde geern mit Biller.
Weet Ji, de letzten teihn, föfteihn Johr heff ik dörch dat Internet so veel Schööns an Musik, Texten un överhaupt allens to weten kregen, so veel an free Egendom - ,Public Domain‘ - övernehmen kunnt, dat ik nu ok en lütt beten bistüern will. Kiekt mål af un to rin!
Mittwoch, 26. August 2015
Links up de Impressum-Siet verleggt
Leve Leserkes, leve Lesers,
wi hefft de Links up de Impressum-Siet verleggt, wegen dat wi Platz bruukt för de neje Siet mit Musik för rünner to låden. Hier sünd se nochmål:
Plattdüütsch Links
Rika Tjakea Hayo sien Dochter, Singersche
Swing op de Deel För düsse Swingband maakt Hayo de Texten.
Jan Graf - Songs un Vertellen
Herbert Bartmann Ostfriesische Musik und Sprachspielereien mit Gitarre und Dudelsack
Plattnet.de de Internetdeenst vun dat Plattdüütschzentrum in Ratzeborg
Plattschapp de Platt-Shop
Dat Blatt op Platt de Platt-Illustreerte ut’n Noorden
Düütsch-Plattdüütsch online Wöörbook
Plattdüütsk Woordenbook up Oostfreesk Platt
wi hefft de Links up de Impressum-Siet verleggt, wegen dat wi Platz bruukt för de neje Siet mit Musik för rünner to låden. Hier sünd se nochmål:
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Rika Tjakea Hayo sien Dochter, Singersche
Swing op de Deel För düsse Swingband maakt Hayo de Texten.
Jan Graf - Songs un Vertellen
Herbert Bartmann Ostfriesische Musik und Sprachspielereien mit Gitarre und Dudelsack
Plattnet.de de Internetdeenst vun dat Plattdüütschzentrum in Ratzeborg
Plattschapp de Platt-Shop
Dat Blatt op Platt de Platt-Illustreerte ut’n Noorden
Düütsch-Plattdüütsch online Wöörbook
Plattdüütsk Woordenbook up Oostfreesk Platt
Sonntag, 14. Dezember 2014
Pérdita in't Radio up NDR 90,3
Letzt harr ik so netten Besöök
– Jan Graf, Schrieversmann, Verlegger, Ledermåker, Singer, Radiominsch – un
Reporter. He harr mien nejet Book Pérdita leest, dat harr em toseggt. Dor hefft wi denn över snackt. He bröch
de Såk denn en poor Daag later in’t Radio, in NDR 90,3 in ,Wi snackt Platt.‘ Feine
Reportaasch (Interview 2.9.2014 ).
Sonntag, 9. November 2014
"En Novelle, de anrögen deit un mehr över Mannslüüd, Froonslüüd un wat dortwüschen liggt seggt as de ganze plattdüütsche Literatur betherto."Dat seggt Heiko Frese vun Plattschapp över 'Pérdita' bi den PLATTNETT Bökertipp.
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Samstag, 8. November 2014
Montag, 8. September 2014
Mittwoch, 20. August 2014
Pérdita in de Landeszeitung Lümborg
Un Düvel ok, twee Bookverköpersch hefft glieks anropen un bestellt. Man to, ik heff je noch welk!
Henwiest warrt ok up miene annern Böker As ik noch wat jünger weer …, Dree Kinner un en Peerd un Hest du al mål in en Vågelnest seten? Kloor is je mål – jeedeen vun de Kritikers süht up sien egen Oort un Wies. Nix mit dat Beschüerte ut uns Schooltiet: „Wat will de Dichter uns hier vertellen?“ Man låt mi düt seggen, leve Lüüd: Nich allens in Pérdita is egen Beleevnis, is Autobiographie, un ok in de annern Böker nich. As lütt Grootsöhn Tjark mål seggt, in Dree Kinner un en Peerd: „Du, Opa Hayo, is dat ok wohr?“ „Hm, also, dat kunn åver angåhn, nich?“
Pérdita is ok wedder up Platt up de rechte Siet un Hoochdüütsch links. En heel groten Bült vun miene Lesers köönt gor keen Platt; hefft linker Hand leest un hefft sük denn an’t Platt versöcht. Villicht bringt uns Plattsnackers dat jå en beten Nåwuss?
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Mittwoch, 2. Juli 2014
Pérdita – Studeern un Leevde nå den letzten Weltkrieg
Nu liggt dat neje Book vör mi, blank un in blau, mit den Hamborger Håven up den Titel un in‘n Achtergrund de Skyline mit den Michel.
An welk vun de Kapitels heff ik bi föffteihn Johr arbeidt. Bün ik mit dat Resultåt tofreden? Dat geiht. Gifft dor Passåschen, de ik geern noch wat ümstellen müch. Man denn kunn sük de kumplete Indruck ok wat ännern.
Is de Novell egenlich wohr? Ik segg, allens wat nå Litratuur rüükt, is wohr, tominnst wohrer as dat Leven sülvst.
Gifft dat de Lüüd ut de Geschicht, hett dat jem geven? Swore Fråg. Ik meen, ehrer nich.
Leest dat Book, leve Mitminschen, för låter mittosnacken. Man leest up egen Gefohr. Wenn Ji scharp sünd up en Happy End, denn låt dat blieven.
An welk vun de Kapitels heff ik bi föffteihn Johr arbeidt. Bün ik mit dat Resultåt tofreden? Dat geiht. Gifft dor Passåschen, de ik geern noch wat ümstellen müch. Man denn kunn sük de kumplete Indruck ok wat ännern.
Is de Novell egenlich wohr? Ik segg, allens wat nå Litratuur rüükt, is wohr, tominnst wohrer as dat Leven sülvst.
Gifft dat de Lüüd ut de Geschicht, hett dat jem geven? Swore Fråg. Ik meen, ehrer nich.
Leest dat Book, leve Mitminschen, för låter mittosnacken. Man leest up egen Gefohr. Wenn Ji scharp sünd up en Happy End, denn låt dat blieven.
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Donnerstag, 5. Dezember 2013
Moord un Dootslag
Dat gifft dor so’n poor Bökerschriever, de en nejet Book rutgeven wüllt, so mit allerhand kriminelle Geschichten. Un of ik ok een wüss, so mit Moord un Dootslag, hefft se frågt. Nee, nee, sülk Ideen heff ik mi al lang afwennt. Ik bün en ollen Mann, en ganz liedsåm un sachtmödigen Opa, tominnst to miene Grootkinner.
Man de Upgåv weer je dull!
Also liekers, nu is de Geschicht fardig
un en halven Hart-Infarkt.
So wiet, so schöön. Man nu kümmt de Håken: Ik heff de Såk as ,Ik-Verteller‘ schreven. Dat heet, ik heff allens in Gedanken dörchleevt. Nu heff ik en förchterlich slecht Geweten! Jede Nacht drööm ik, ik sitt in U-Haft, un mien Afkåt kümmt nich. Un nülich nameddags park ik an en Landstråt, höör Musik un drüssel so’n beten, as Polizei anhölt un frågt, wat mit mi los weer. Un ik verjåg mi un bölk los: „Dat weer Notwehr, dat weer Notwehr!“
Do weer wat los!
Nee, nee, nix mehr mit ,Ik-Verteller‘. Nu lever uur-olle Dööntjes, as Grootvadder noch achter den Ploog ran sluur un Grootmudder de Bettlakens mit de Hand ruffel.
Also liekers, nu is de Geschicht fardig
- mit Blootschann
- Eh-Breken
- Brodermoord
un en halven Hart-Infarkt.
So wiet, so schöön. Man nu kümmt de Håken: Ik heff de Såk as ,Ik-Verteller‘ schreven. Dat heet, ik heff allens in Gedanken dörchleevt. Nu heff ik en förchterlich slecht Geweten! Jede Nacht drööm ik, ik sitt in U-Haft, un mien Afkåt kümmt nich. Un nülich nameddags park ik an en Landstråt, höör Musik un drüssel so’n beten, as Polizei anhölt un frågt, wat mit mi los weer. Un ik verjåg mi un bölk los: „Dat weer Notwehr, dat weer Notwehr!“
Do weer wat los!
Nee, nee, nix mehr mit ,Ik-Verteller‘. Nu lever uur-olle Dööntjes, as Grootvadder noch achter den Ploog ran sluur un Grootmudder de Bettlakens mit de Hand ruffel.
Sonntag, 3. November 2013
Sünndag up Platt mit Koffie un Koken - tweemål
Sonntag, 8.12.13, 16:00
Wasserturm Lüneburg, Bei der Ratsmühle 19, 21335 Lüneburg
Hayo Schütte: Plattdüütsche Geschichten & Swing op de Deel: Swing mit Swung op Platt
Hayo Schütte ist gebürtiger Ostfriese, lebt nun aber schon viele Jahre - und das sehr gern - im Wendland. Er war Fremdsprachenlehrer am Gymnasium, und seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich am liebsten mit Platt in seinen vielen Varianten. Drei Bücher mit plattdeutschen Geschichten hat er bisher veröffentlicht, seine erste Novelle wird bald folgen. Er arbeitet im plattdeutschen Arbeitskreis am Hamburger Institut für Lehrerfortbildung mit, mit dem er unter anderem die Grimmschen Märchen ins Plattdeutsche übersetzt hat.
Mit seinen Geschichten beweist er, dass Plattdeutsch keineswegs nur etwas für nostalgische Beschreibungen der ‚guten alten Zeit’ oder lustige Döntjes ist, sondern ernstzunehmende literarische Qualität haben kann. Dabei kommt der hintersinnige Humor keineswegs zu kurz. Es muss angemerkt werden, dass nicht alle seine Erzählungen völlig mit der Wahrheit übereinstimmen.
Dass Plattdeutsch nicht altmodisch sein muss, zeigt auch das Quartett Swing op de Deel. Die vier munteren Musiker präsentieren Swing-Standards, von Hayo Schütte eigens für sie ins Plattdeutsche gebracht.
Die Sängerin Rika Tjakea beherrscht mit viel Charme und Ausdruckskraft sowohl die sanften als auch die kräftigen Töne, Andreas Hansen spielt eine mitreissende Jazzgitarre, Jens Balzereit sorgt als gewiefter alter Hase am Kontrabass für den nötigen Drive, während der erfahrene Schlagzeuger Thomas Laukat mit Akkuratesse und Spielwitz (und mancher Albernheit) das solide rhythmische Fundament beisteuert.
Wasserturm Lüneburg, Bei der Ratsmühle 19, 21335 Lüneburg
Hayo Schütte: Plattdüütsche Geschichten & Swing op de Deel: Swing mit Swung op Platt
Hayo Schütte ist gebürtiger Ostfriese, lebt nun aber schon viele Jahre - und das sehr gern - im Wendland. Er war Fremdsprachenlehrer am Gymnasium, und seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich am liebsten mit Platt in seinen vielen Varianten. Drei Bücher mit plattdeutschen Geschichten hat er bisher veröffentlicht, seine erste Novelle wird bald folgen. Er arbeitet im plattdeutschen Arbeitskreis am Hamburger Institut für Lehrerfortbildung mit, mit dem er unter anderem die Grimmschen Märchen ins Plattdeutsche übersetzt hat.
Mit seinen Geschichten beweist er, dass Plattdeutsch keineswegs nur etwas für nostalgische Beschreibungen der ‚guten alten Zeit’ oder lustige Döntjes ist, sondern ernstzunehmende literarische Qualität haben kann. Dabei kommt der hintersinnige Humor keineswegs zu kurz. Es muss angemerkt werden, dass nicht alle seine Erzählungen völlig mit der Wahrheit übereinstimmen.
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| Foto: Bernd Hellwage |
Die Sängerin Rika Tjakea beherrscht mit viel Charme und Ausdruckskraft sowohl die sanften als auch die kräftigen Töne, Andreas Hansen spielt eine mitreissende Jazzgitarre, Jens Balzereit sorgt als gewiefter alter Hase am Kontrabass für den nötigen Drive, während der erfahrene Schlagzeuger Thomas Laukat mit Akkuratesse und Spielwitz (und mancher Albernheit) das solide rhythmische Fundament beisteuert.
Sonntag, 15.12.13, 15:00
Villa Rübe, In den Wiesen 2, 29575 Eddelstorf
,De Keerls‘ können‘s auch allein: zu dritt widmen sie sich als Andreas Hansen Trio vor allem dem Blues und Swing sowie Eigenkompositionen ihres Bandleaders. Der Gitarrist und
Sänger Andreas Hansen ging einen weiten musikalischen Weg über Blues, Soul,
Gospel, Reggae und afrikanische Musik, um beim Jazz seine neue/alte
musikalische Heimat zu finden. All diese Stilrichtungen haben in den
vergangenen 20 Jahren Spuren hinterlassen und finden sich nicht nur als Zitate
in seinem abwechslungsreichen Gitarrenspiel wieder.
Villa Rübe, In den Wiesen 2, 29575 Eddelstorf
Hayo Schütte - Lesung & Andreas Hansen Trio - Swingin' the Blues
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| Foto: Bernd Hellwage |
Bassist Jens
Balzereit ist in der Region als erfahrener Kontrabassist bekannt und mit
seiner Form- und Intonationssicherheit der Rückhalt der Formation. Percussionist Thomas Laukat besticht durch rhythmische
Sicherheit, Originalität, Witz und Spielfreude.
Das wichtigste für alle drei: das Publikum soll genießen und
sich amüsieren. Spielwitz, Spaß, Melodie und Dynamik sind wichtiger als die
Präsentation komplizierter Jazz-Skalen. Der wippende Fuß siegt!
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Achter’t Kap (Haiku)
Achter’t Kap Afgrund
Man hoou! Wat mooi is dat hier
Bleuht noch de Blömen
Kiek jem an un rüük
Kunn sien dat s’ di bold afhålt
Sinnig Fööt vörut
Letzten Wien in’t Glas
Någeten doot s’ di nich mehr
Drink dat mit Verstand
Hayo Schütte
ut Hest du al mål in en Vågelnest seten?
Man hoou! Wat mooi is dat hier
Bleuht noch de Blömen
Kiek jem an un rüük
Kunn sien dat s’ di bold afhålt
Sinnig Fööt vörut
Letzten Wien in’t Glas
Någeten doot s’ di nich mehr
Drink dat mit Verstand
Hayo Schütte
ut Hest du al mål in en Vågelnest seten?
Freitag, 21. September 2012
Cacherien in'n Harvst
Wenn du ut dat Kökenfinster kickst, sühst du den groten Walnöötboom, knallvull mit Frücht, un du sühst ok den groten Mast mit dat Störkennest, man dat is gottsleider al wedder lerrig. Woso dat? De groten Vagels sünd vör ein poor Weken losflagen, sünd up Tuur un fleegt na ehr Winterquarteer, sünd seker bold wedder twüschen Elefanten un anner Deerten langbeent to steltern.
Is man schaad! Man wi hefft de gode Utsicht, dat se tokamen Johr torüch kamt un baven vun't Dack rünner klappert. Ik meen, denn is uns Welt wedder in de Reeg.
Is man schaad! Man wi hefft de gode Utsicht, dat se tokamen Johr torüch kamt un baven vun't Dack rünner klappert. Ik meen, denn is uns Welt wedder in de Reeg.
De oll Katt un dat Babykattenphoto
Wi seten up de Betonstopen vör de Kökendööör, elk mit en lütt Schöttel vull Schoklådenies up de Kneen. „Vertell vun diene Katten, Opa“, sä Tjark. Ik sä: „Och, ik heff gottsleider keen egen. Åver Besöökskatten, veer Stück, dree junge un de uur-uur-uur-olle Muusch-Muusch. Dor ünnen sitt se fåken un snåtert mit mi.“ „Un du freust di jümmers, wenn se kåmt, wat?“ „Mehrsttiets jå“, sä ik. „Åver nich, wenn dat Striet gifft. Ik mag dat nich lieden, dat de Oll rinlöppt un sük in den Dreihstohl vör den Feernseher inräkelt. Se finnt miene Geschichten nich goot un meent ok, se kunn veel beter vörlesen. Un inbildsch is se! Un stuur!“ „Nana!“ sä mien Grootsöhn. „Kann ik mi gor nich vörstellen.“ „Schall ik mål wat vertellen?“ „Jå, anners kann een sowat je nich glöven!“
„Weets du, körtens heff ik mål en Kattenbild ut dat Internet rünnerlådt, en ganz nüüdlich Kattenkind. Tjarki, egenlich wull ik di dat tostüern. Na, ik güng in de Köök un wull en Beker Koffi drinken. Do weren de Katten jüüst buten, harren mi höört un füngen an to jaulen, se weren an’t verdösten. Ik geev jem glieks wat ut den Melkkarton, güng up de Trapp sitten, hier, weetst du, un keek jem to. Se weren bold satt, streeken üm miene Schöh un snurren, dat heet de dree Jüngern. Bloots de Oll seet afsiets un nörgel: ‚Dat wurr åver ok Tiet’, sä se. Ik heff extrå nich henhöört. ‚Hier’, sä ik, ‚kiekt mål düss lütt Kattenbaby an. Is dat nich söört?’ ‚Jå!’ repen de jungen Katten. ‚Mit dat muchen wi geern spelen. Woneem wåhnt dat wull? Kannst du dat mål mitbringen?’
Do reet oll Muusch-Muusch mi dat Bild ut de Hand, hööl dat ganz dicht vör de Ogen un schreeg: ‚Dat bün jå ik! Dat bün ik jå as Kind! O, wat smuck!’ Se rönn weg, leep up dree Been nå de Schüün un hööl mit de rechte Vöörpoot dat Bild hooch. Wat fuchtig ik wurr! Ik güng achteran, un ik reep: ‚Wannehr geihst du endlich mit mi nå den Optiker! Du bruukst en Brill! Du bruukst endlich en Brill!’“ „Dat weer je man nett vun di“, sä Tjark, „Åver se hett seker keen Geld för en Brill?“ Ik heff en beten överleggt. „Och, dat harr ik spendeert“, sä ik.

„De Katt weer ganz nå båven klattert, seet up en Balk, ünner en Lock in’t Dack, wo en Tegel fehlen dee, un hööl dor in’t Licht dat Bild ganz dicht vör de Ogen. Un stiefweg weer se an’t Krieschen: ‚Wat nüüüdlich! Wat nüüüdlich! Dat bün ik jå as Kind!
„Wat hest du do dåhn, Opa?“ fröög lütt Jung. „Nix“, sä ik. „Dat Bild leet se dor båven. Se keem eerst åvends to’t Melkdrinken, nöhm ok wat vun dat Dröögfoder, wat leider Gotts so stinken deit. Un vun en Brill wull se wedder nix höörn. Åver vergnöögt weer se, lach de ganze Tiet vör sük hen.“
Tjark seet nådenkern dor. „Du, Opa“, sä de Jung, „is dien Geschicht wohr?“ Do sä ik: „Hm, hm, wenn du mi so direkt frågen deist... Åver angåhn kunn sowat je wull, wat?“
ut Dree Kinner un en Peerd
„Weets du, körtens heff ik mål en Kattenbild ut dat Internet rünnerlådt, en ganz nüüdlich Kattenkind. Tjarki, egenlich wull ik di dat tostüern. Na, ik güng in de Köök un wull en Beker Koffi drinken. Do weren de Katten jüüst buten, harren mi höört un füngen an to jaulen, se weren an’t verdösten. Ik geev jem glieks wat ut den Melkkarton, güng up de Trapp sitten, hier, weetst du, un keek jem to. Se weren bold satt, streeken üm miene Schöh un snurren, dat heet de dree Jüngern. Bloots de Oll seet afsiets un nörgel: ‚Dat wurr åver ok Tiet’, sä se. Ik heff extrå nich henhöört. ‚Hier’, sä ik, ‚kiekt mål düss lütt Kattenbaby an. Is dat nich söört?’ ‚Jå!’ repen de jungen Katten. ‚Mit dat muchen wi geern spelen. Woneem wåhnt dat wull? Kannst du dat mål mitbringen?’
Do reet oll Muusch-Muusch mi dat Bild ut de Hand, hööl dat ganz dicht vör de Ogen un schreeg: ‚Dat bün jå ik! Dat bün ik jå as Kind! O, wat smuck!’ Se rönn weg, leep up dree Been nå de Schüün un hööl mit de rechte Vöörpoot dat Bild hooch. Wat fuchtig ik wurr! Ik güng achteran, un ik reep: ‚Wannehr geihst du endlich mit mi nå den Optiker! Du bruukst en Brill! Du bruukst endlich en Brill!’“ „Dat weer je man nett vun di“, sä Tjark, „Åver se hett seker keen Geld för en Brill?“ Ik heff en beten överleggt. „Och, dat harr ik spendeert“, sä ik.

„De Katt weer ganz nå båven klattert, seet up en Balk, ünner en Lock in’t Dack, wo en Tegel fehlen dee, un hööl dor in’t Licht dat Bild ganz dicht vör de Ogen. Un stiefweg weer se an’t Krieschen: ‚Wat nüüüdlich! Wat nüüüdlich! Dat bün ik jå as Kind!
„Wat hest du do dåhn, Opa?“ fröög lütt Jung. „Nix“, sä ik. „Dat Bild leet se dor båven. Se keem eerst åvends to’t Melkdrinken, nöhm ok wat vun dat Dröögfoder, wat leider Gotts so stinken deit. Un vun en Brill wull se wedder nix höörn. Åver vergnöögt weer se, lach de ganze Tiet vör sük hen.“
Tjark seet nådenkern dor. „Du, Opa“, sä de Jung, „is dien Geschicht wohr?“ Do sä ik: „Hm, hm, wenn du mi so direkt frågen deist... Åver angåhn kunn sowat je wull, wat?“
ut Dree Kinner un en Peerd
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